Die EINE entscheidende Führungskompetenz erfolgreicher Führungskräfte

von Jürgen Renz,
Personalentwicklungs-Experte

Sobald Sie sich mit dem Thema Führungskompetenz beschäftigen, stoßen Sie unwiderruflich auf die unterschiedlichsten Theorien der wichtigsten Führungskompetenzen. Das reicht je nach Theorie von 6 bis 20 Führungskompetenzen, die eine Führungskraft unbedingt haben sollte.
Dabei ist es nur EINE einzige Führungskompetenz, ohne die eine Führungskraft nie erfolgreich werden kann: Vertrauen!

Völlig egal um welche weitere Führungskompetenz es sich handelt, ohne Vertrauen der Mitarbeiter, des Vorgesetzten oder des Unternehmens in Ihre Person wird jegliche weitere Führungskompetenz in Frage gestellt. Eine erfolgreiche Führungsarbeit ist so nicht möglich!
Sie wollen erfahren, wie Sie Ihre Führungsposition durch den Aufbau von Vertrauen stärken? Was Vertrauen, oft unwiderruflich zerstört? Und, welche konkrete Auswirkungen die Führungskompetenz Vertrauen auf die anderen Führungskompetenzen hat?


Definition:
Vertrauen ist subjektiv, zukunftsbezogen und beruht zugleich auf Erfahrungen in der Vergangenheit.

“Vertrauen ist anfangs ein zartes Gebilde, das zu einem festen, alles tragenden Fundament werden kann.” © Birgit Ramlow (*1948)

Vertrauen, Ihre persönlichen Vorteile DER Führungskompetenz

Bevor wir auf die Punkte eingehen, wie Sie Schritt-für-Schritt Vertrauen gegenüber Ihren Mitarbeitern aufbauen, werfen wir einen Blick auf die Vorteile. Sehen Sie anhand der nachfolgenden Vorteile dieser Führungskompetenz, welche Bedeutung Vertrauen für Ihren persönlichen Erfolg hat.

Ihre Vorteile:

  • Eigenverantwortliche Mitarbeiter
  • Weniger Zeitaufwand in Kontrolle
  • Loyale Mitarbeiter, auch in schwierigen Situationen
  • Mehr Effektivität im Team
  • Eigenmotivation und Bindung der Mitarbeiter
  • Kurze Entscheidungswege
  • Effiziente, inhaltsbezogene Kommunikation
  • Ihre Führungsqualitäten werden sichtbarer

Eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie Sie die Führungskompetenz Vertrauen aufbauen

Aus der Definition in der Einleitung „zukunftsbezogen“ wird deutlich, dass Sie Ihren Mitarbeitern gegenüber auch einen Vertrauensvorschuss aufbringen müssen, bevor Sie auch Ihnen und Ihrer Führungskompetenz vertrauen. Die Führungskompetenz Vertrauen beeinflusst unmittelbar weitere Führungskompetenzen, positiv wie negativ.

Jürgen Renz, Personalentwicklungs-Experte

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  • Investitionssichere Maßnahmen

Schritt-für-Schritt Vertrauen aufbauen durch:

  • Wertschätzung
  • Authenzitität
  • Transparenz
  • Eine positive Fehlerkultur
  • Übergabe von Eigenverantwortung
  • Empathie
  • Berechenbarkeit


Wertschätzung

Feedback ist eines der wichtigsten Instrumente für den Vertrauensaufbau. Aus Sicht der Mitarbeiter erhalten sie viel zu wenig bis gar kein Feedback Ihrer Führungskräfte.

  • Loben Sie für gute Leistungen, und zwar konkret und spezifisch, gerne auch vor dem Team. Achtung: Allgemeines Lob oder eine Vermischung mit Kritik (… aber) wirkt eher kontraproduktiv.
  • Suchen Sie die persönlichen Gespräche und zeigen Sie echtes Interesse an Ihren Mitarbeitern (am gesamten Leben!).
  • Nutzen Sie die Stärken der einzelnen Mitarbeiter. Das setzt natürlich voraus, dass Sie den Arbeitsbereich des Mitarbeiters auch kennen!

Ohne Wertschätzung werden Ihnen Ihre Mitarbeiter kein Vertrauen aufbringen!

Authentizität
Die Definition im Duden macht deutlich, warum Authentizität für den Vertrauensaufbau wichtig ist: „echt, den Tatsachen entsprechend und daher glaubwürdig“.
Finden Ihre Mitarbeiter Sie nicht glaubwürdig, werden sie Ihnen auch ganz, ganz sicher niemals Vertrauen.

  • Zeigen Sie Ihrem Team, welche Werte Ihnen wichtig sind, warum Sie gerne Führungskraft sind und auch welche Schwächen Sie haben. So werden Sie bei Entscheidungen nachvollziehbarer und schaffen Vertrauen.
  • Treffen Sie keine Aussagen oder wecken Hoffnungen in einem Konflikt, die Sie nicht halten oder nicht beeinflussen können.

Authentisch zu sein bedeutet berechenbar zu sein. Durch die Führungskompetenz Authentizität erlangen Sie Glaubwürdigkeit und das schafft Vertrauen.

Transparenz
Fehlende Transparenz in Ihren Entscheidungen und der Kommunikation mit dem Team schürt Spekulation – ein Nährboden für den Feind von Vertrauen: Misstrauen!

  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter immer rechtzeitig und wahrheitsgetreu über Gutes wie auch über Schlechtes.

Gerade in Zeiten von stetigen Veränderungen (Change) ist Transparenz eine Basis für Vertrauen. Mitarbeiter folgen in schwierigen, Krisenzeiten nur der Führungskraft, der Sie auch vertrauen!

Jürgen Renz, Personalentwicklungs-Experte

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Eine positive Fehlerkultur
Unerkannte, verschwiegene Fehler belasten sowohl den/die betreffenden Mitarbeiter als auch die positive Weiterentwicklung eines ganzen Teams.

  • Räumen Sie Ihren Mitarbeitern und sich selbst das Recht ein, Fehler machen zu dürfen ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Das schafft Vertrauen und einen offenen Umgang mit eigenen Fehlern.
  • Entdecken Sie einen Fehler ist Ihr zeitnahes, sachliches und konstruktives Feedback der erste Schritt für die Lösungsfindung.

Durch den offenen Umgang ist eine Ursachenforschung und eine Lösungsfindung, um Fehler zukünftig zu vermeiden, erst möglich. Aus eigentlichen Fehlern entstehen häufig deutlich bessere und effizientere Lösungen.

Übergabe von Eigenverantwortung
Nur durch eine Verantwortungsübergabe an Ihre Mitarbeiter haben Sie ausreichend Zeit für Ihre zentralen Führungsaufgaben. Das erreichen Sie durch die Übergabe von Eigenverantwortung, das bedeutet zielgerichtet und effektiv zu delegieren.

  • Nutzen Sie die Stärken einzelner Mitarbeiter und übergeben Sie konkrete Aufgaben (mit klaren Teil-/Zielen). Achten Sie darauf, dass die notwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen vorhanden sind.
  • Vermeiden Sie ständiges kontrollieren. Durch die definierten Teil-/Ziele der Delegation haben Sie bereits Kontrollpunkte definiert. Jede Kontrolle darüber hinaus zeigt Ihr Misstrauen in den Mitarbeiter – der größte Feind von Vertrauen!

Die Führungskompetenz Delegieren und Abgeben fällt vielen, vor allem auch neuen Führungskräften, schwer.

Empathie
„Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden.“
Empathie gibt Ihren Mitarbeitern Halt und Sinnhaftigkeit.

  • Zeigen Sie ehrliches Interesse an Ihren Mitarbeitern.
  • Beobachten (nicht kontrollieren) Sie Ihre Mitarbeiter aufmerksam. Sind Ihnen bestimmte Routinen oder Veränderungen aufgefallen? Zeigen Sie ehrliches Interesse und fragen Sie unvoreingenommen nach den Hintergründen.
  • Investieren Sie regelmäßig Zeit, um den „privaten“ Mitarbeiter, seine Bedürfnisse, Hobbys etc. kennenzulernen.

Gibt es besondere Situation im privaten Umfeld des Mitarbeiters zeigen Sie ehrliches Verständnis.

Berechenbarkeit
Berechenbarkeit in der Führung schafft Respekt. Respekt zieht automatisch Vertrauen nach sich.

  • Machen Sie nur Versprechungen, die Sie auch halten können.
  • Sprechen Sie negative Auswirkungen für kommende Situationen an und wecken keine falschen Hoffnungen.
  • Treffen Sie, aufgrund des aktuell emotionalen Zustands, keine willkürlichen Entscheidungen.
  • Machen Sie keine Unterschiede für Lob und Kritik bei einzelnen Mitarbeitern.
  • Müssen Sie Aussagen aufgrund aktueller Ereignisse revidieren, begründen Sie Ihr Handeln.

Berechenbar für Ihre Mitarbeiter zu sein, ist für sie gleichbedeutend mit „dem kann ich vertrauen“.

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So wird das nix mit der Führungskompetenz Vertrauen:

Die nachfolgenden Punkte schaffen Misstrauen, statt Vertrauen aufzubauen. Überprüfen Sie sich regelmäßig selbst, die Gefahr für dieses Führungsverhalten ist groß.

  • Entscheidungen treffen, ohne den/die (Fach-)kompetenten Mitarbeiter in die Entscheidung maßgeblich einzubeziehen
  • Häufige Team-Meetings, um Rückmeldungen zu den Aufgaben zu bekommen
  • Permanent den Stand von Projekten abfragen
  • Nur unwichtige Aufgaben an Mitarbeiter abgeben
  • Nur das nötigste wird an das Team kommuniziert
  • Mitarbeiter, die Fehler gemacht haben, zukünftig mit unwichtigeren Aufgaben betrauen und mehr kontrollieren
  • Digitale „Überwachung“ z. Bsp. im Home Office
  • Nicht kritisiert, ist gelobt genug
  • Mitarbeiter auf Distanz halten (Ich bin der Chef)

Fazit: Die EINE entscheidende Führungskompetenz

Ohne das Vertrauen seiner Mitarbeiter, seiner Kollegen und Führungskräfte kann eine Führungskraft niemals erfolgreich sein! Völlig egal, wie gut andere Führungskompetenzen ausgeprägt sind.
Zu der Führungskompetenz Vertrauen gehört das Verständnis, dass Sie sich Vertrauen aufbauen und auch regelmäßig erarbeiten müssen.
Wer andere bewegt ist der Boss!
Mitarbeiter folgen der Führungskraft, denen sie Vertrauen. Das gilt insbesondere bei Veränderungen oder durch Krisen. Jede Investition, um Vertrauen aufzubauen gibt ein Vielfaches an Ertrag zurück! Jeder der o.g. Schritte stärkt Ihren Vertrauensaufbau.

Sie werden sehen:
• Prozesse werden effizienter, schneller und produktiver
• Ihre Mitarbeiter sind motivierter
• Die emotionale (Mitarbeiter-)Bindung zum Team steigt
• Ihre Führungsarbeit verbessert sich deutlich
• Diese Führungskompetenz zieht automatisch eine Weiterentwicklung anderer wichtiger Führungskompetenzen nach sich
• Durch Sinnhaftigkeit der Tätigkeiten kommt auch der Spaß an der Arbeit zurück bzw. bleibt erhalten.

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